30. März 2017Rubrik Burundi
Hungerhilfe Burundi - weitere Lebensmittel verteilt

In den Fluten der Naturkatastrophe Perus ging es etwas unter, aber das Kinderwerk versucht nach wie vor, stark 3.000 Menschen in Burundi/Ostafrika vor dem Hungertod zu retten. Die „Hungerhilfe Burundi“ ist das zweite Nothilfe-Projekt des Kinderwerkes derzeit.

Praktisch in ganz Ostafrika fielen in dieser Saison die Ernten aus. Grund waren Dürreperioden in der einen Region und gleichzeitig Überschwemmungen in der anderen. Das Ergebnis war beides Mal dasselbe: Die Menschen konnten sich nicht mehr selbst versorgen.

Das Kinderwerk unterstützte bisher schon 5 Dorfentwicklungsprojekte im Norden Burundis. In den Siedlungen wohnen vor allem „Batwas“, angehörige eines Pygmäen-Stammes, die zur unteren sozialen Schicht der Gesellschaft zählen.

Das Land erlebt seit zwei Jahren eine politische Krise, die dazu geführt hat, dass mittlerweile über 300.000 Burundier aus Angst vor Gewalttaten und Morden geflohen sind. Die Auffanglager in den Nachbarländern Tansania und Ruanda sind zum Bersten voll.

Die Hungersnot seit Anfang des Jahres hat zu weiteren 30.000 Flüchtlingen geführt. Dieses Mal kamen die Menschen, weil sie nichts mehr zu essen hatten. Das vor dem Hintergrund, dass Burundi in den letzten 10 Jahren schon Letzter war im Bericht der Welthunger-Hilfe der Vereinten Nationen.

Würden die über 600 Familien in den Dorfentwicklungsprojekten auch fliehen, wäre jahrelange Arbeit umsonst gewesen. Das Gemeinwesen wäre zerstört, Häuser und Äcker würden von anderen besetzt werden.

Vergangen Woche hat unsere burundische Partner- Organisation „Harvest Initiatives“ mit Spenden des Kinderwerkes eine zweite Lebensmittel-Verteilaktion durchgeführt: Über sechs Tonnen Maismehl, sechs Tonnen Bananen und eine Tonne Speiseöl wurden verteilt. In der ersten Aprilwoche soll die dritte Verteilung stattfinden. Ziel ist es, den Menschen über diese Durststrecke hinwegzuhelfen und sie zu motivieren, weiter ihre Äcker zu bewirtschaften, damit sie sich in der nächsten Ernteperiode Mitte des Jahres wieder aus eigener Kraft ernähren können.

 

Wegen der großen Not sind einige Batwas trotzdem geflohen. Diese Frau (links) war schon in einem Flüchtlingslager in Tansania. Sie sagte, dass sie Angst um ihre Leben gehabt habe, weil gerade erst ihr kleines Kind zur Welt kam: „Ich wurde jeden Tag schwächer, mein Baby schrie vor Hunger.“ Nach der ersten Lebensmittelverteilung durch „Harvest“ vor vier Wochen kam sie zurück: „Ich habe erst nicht geglaubt, dass die Leute ihr Versprechen wahr machen und uns zu Essen geben, aber nun sehe ich, dass sie sich um uns kümmern. Dafür danke ich Gott.“

 

Das Kinderwerk rechnet mit einem zusätzlichen Finanzbedarf von etwa 150.000 Euro für die Hungerhilfe  Burundi – das sind 12.50 Euro pro Monat, um einen Menschen vor dem Hungertod zu retten.

Es sind „nur“ 3.000 Menschen, um die wir uns kümmern, aber wir möchten wenigstens unsere kleine Verantwortung wahrnehmen und diesen Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft erhalten. Im Moment bedeutet das, sie vor dem Hungertod zu retten.

Gerne können Sie uns über den Spendenbutton unserer Homepage unterstützen (aktuelles Spendenprojekt) - oder einfach per Banküberweisung (Projektblatt und Kontodaten hier zum Download).

 

Vielen Dank!