25. März 2017Rubrik Peru
Achtung Spendenaufruf - Kinderwerk Lima leistet Katastrophenhilfe in Peru

„Wir können gar nicht anders, wie müssen den Menschen helfen“, sagt Pfarrer Imanuel Kögler, Geschäftsführer des Kinderwerkes in Heidenheim. „Unsere Infrastruktur in den Schulen ist noch intakt und wir sind hervorragend vernetzt mit vielen dutzend Kirchengemeinden. Ab sofort klinken wir uns in die Hilfe ein und organisieren Katastrophenhilfe für den Großraum Lima.“

Laut Kögler sollen einmal betroffene Familien der Schule Lebensmittel und Wasser erhalten. Daneben würden erste Hilfstransporte mit Wasser, Lebensmittel, Kleidung und Decken für weiter entfernt liegende Gebiete vorbereitet. „Gleichzeitig prüfen wir jetzt schon zusammen mit den Kirchengemeinden, wo eine Wiederaufbauhilfe besonders nötig ist.“, sagt Kögler. Die Aufbauhilfe soll mittelfristig erfolgen und sich über mehrere Monate erstrecken.

 

Spendenkonto:

Heidenheimer Volksbank,

IBAN: DE11 6329 0110 0149 4570 14,

BIC: GENODES1HDH

Stichwort: Katastrophenhilfe Peru

Projektnummer: L 17005

 

Das ist die Situation:

Schon seit Anfang des Jahres gehen in Lima und weiteren Regionen Perus immer wieder Starkregen nieder. Das abfließende Wasser tritt über die Flussufer und reißt Erde, Häuser, Autos und Menschen mit sich. Vergangene Woche gab es schwere Überflutungen und vor allem Erdlawinen in den Außenbezirken der Hauptstadt Lima und weiteren Küstenregionen des Landes. Besonders gefährlich sind vor allem die Schlammlawinen, die alles mitreißen, was sich ihnen in den Weg stellt. Bisher spricht man von über 75 Toten und rund 100.000 obdachlos gewordenen Menschen. Über Teile des Landes wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Das Kinderwerk Lima mit Sitz in Heidenheim Brenz arbeitet schon seit knapp 50 Jahren in Lima und betreibt dort zwei Schulen für 2.300 Kinder und Jugendliche aus den Armenvierteln der Stadt. Eine dritte Schule befindet sich in Huanta, im Hochland Perus. Alle drei Schulen blieben glücklicherweise bisher von Überschwemmungen verschont. Allerdings sind in Lima alle Schulen bis mindestens kommenden Montag geschlossen. Die Kommunikation ist schwierig. Der Verkehr ist fast zum Erliegen gekommen und die Leute gehen nur aus dem Haus, wenn es notwendig ist.

Das größte Problem ist im Moment das Trinkwasser. Die Leitungsnetze sind unterbrochen, manche Bezirke haben nur stundenweise Wasser. Die Menschen kaufen die Supermärkte leer – dort gibt es inzwischen keine Wasserflaschen mehr. Gleichzeit steigen die Lebensmittelpreise auf astronomische Höhen. Zwei Millionen Menschen sind ganz oder zeitweise ohne Wasserversorgung.

 

Hier haben wir ein Projektblatt (PDF) mit allen wichtigen Daten zum download eingestellt.