17. September 2020Rubrik Peru
Spendenprojekt - Sozialhilfe für Familien

In Peru ist die Coronasituation dramatisch. Weltweit hat das Land die höchste Sterblichkeitsrate gemessen an der Gesamtbevölkerung. Das Gesundheitssystem ist kollabiert. Auch die Wirtschaft ist eingebrochen. Die Arbeitslosigkeit liegt derzeit bei 26% (!) und es wird davon ausgegangen, dass die Arbeitslosenzahlen noch weiter steigen werden. Viele Menschen sind schon seit Monaten ohne jegliches Einkommen.

Im Zuge des Lockdowns haben rund 1,3 Millionen Einwohner Limas allein in den Monaten Juni bis August ihre Arbeit verloren. Die Folgen sind gravierend. Unsere Schulsozialarbeiter berichten von immer mehr Fällen akuter Not.
Familien nehmen
Kredite auf, um Medizin zu kaufen. Viele können ihre Strom- und Wasserrechnungen nicht mehr bezahlen. Die monatlichen 6.000 Lebensmittelpakete für unsere Schüler und ihre Familien sind eine große Hilfe. Doch immer mehr brauchen weitere Sozialhilfe, um über die Runden zu kommen. Sei es beim Einkauf von Medizin oder mit Fahrgeld zu einem Corona-Test. Ein zusätzliches Problem ist der Eigenbeitrag, den die Eltern für die Schulausbildung ihrer Kinder bezahlen sollen. Er liegt zwischen 10 und 30 Prozent eines normalen Schulgeldes. Der Rest wird durch den Patenschaftsbeitrag aufgebracht. Es ist uns wichtig, dass auch die armen Eltern sich anstrengen und ihren Beitrag leisten für eine bessere Zukunft ihrer Kinder. Aber dieses Jahr sind viele Familien damit überfordert. Ausnahmsweise möchten wir einigen hundert besonders armen Familien den Eigenbeitrag ganz oder teilweise erlassen. Auf der anderen Seite stehen wir auch in der Pflicht, unsere Lehrer zu bezahlen. Alle Mitarbeiter mussten bereits eine Gehaltskürzung um 25% hinnehmen. Mehr können und wollen wir ihnen nicht zumuten.

Gemeinsam mit Ihnen können wir helfen. 
Ein Monat kostet 30Euro beziehungsweise 30CHF.
Wir sind dankbar über alle Unterstützung unter der Projektnummer: L 20006 - Stichwort: Sozialhilfe

Vielen Dank!