21. Dezember 2020Rubrik Allgemein
Weihnachtsgrüße von Imanuel Kögler - Missionsleitung

Liebe Freunde des Kinderwerkes Lima! „Kommst du an Weihnachten nach Hause?“ – Diese Frage wurde in den vergangenen Tagen millionenfach gestellt. Normalerweise lautet die Antwort: „Na klar, ich freue mich darauf, dich/euch wiederzusehen!“

Dieses Jahr ist alles anders. Viele von uns wollen unbedingt nach Hause kommen und im großen Kreis mit allen anderen feiern. Wir suchen Nähe und Gemeinschaft – aber gleichzeitig sollen wir Distanz halten und Kontakte reduzieren. Was bleibt da noch übrig vom größten und schönsten Fest des Jahres?

Wie mag es wohl Jesus ergangen sein, als er damals vor über 2000 Jahren als armes Kind in einem Stall geboren wurde und eine Futterkrippe als Bettchen umfunktioniert wurde? Er kam nach Hause, um uns Menschen nahe zu sein, aber sein Kommen war unerwünscht, niemand wollte ihn aufnehmen, keiner suchte seine Nähe. Was für ein Widerspruch? Was für eine Enttäuschung!

Was bleibt übrig an Weihnachten? – Jesus bleibt übrig – als Gottes Sohn, der den Himmel verlassen hat und zu uns Menschen in unsere kalte, armselige Welt gekommen ist. Er will zu uns nach Hause kommen und bei uns sein.  Wir entscheiden, ob er erwünscht ist; er sucht unsere Nähe – und kommt gern auch in Häuser, in denen nicht alles festlich geschmückt ist, er kommt gern in Wohnstuben, in denen Menschen einsam sind oder verzweifelt. Gerade dorthin.

Am Ende dieses Pandemiejahres blicken wir staunend zurück, wie Gott uns beschenkt hat. Die Not in Peru, Paraguay und Burundi ist groß. So viele haben ihre Arbeit verloren und stehen ohne regelmäßiges Einkommen da; so viele sind in Trauer, weil sie einen lieben Menschen wegen Covid-19 verloren haben. Wir sind so dankbar, dass wir vielen tausend Familien mit den Lebensmittelpaketen ihre Not lindern konnten. Für sie war das wie ein Geschenk des Himmels.

Wir konnten helfen, weil Sie, liebe Spender, im vergangenen Jahr so großzügig unsere Arbeit unterstützt haben. Sie haben diese Hilfsaktionen möglich gemacht. Danke für Ihr Vertrauen! Danke für Ihre Gebete! Danke für alle Zeichen der Unterstützung – ganz besonders im vergangenen Jahr!

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest, bei dem Jesus Platz findet und Wohnung nehmen kann – und ein neues Jahr 2021 in seiner Nähe.

Ihr

Imanuel Kögler, Missionsleiter